#27 - Fahr mich zum Schotter mit Gravel-Spezialist Sebastian Breuer

Shownotes

Ultra-Gravel-Athlet Sebastian Breuer spricht in dieser Episode über seine Anfänge im Radsport und größten Erfolge – darunter Siege bei so prestigeträchtigen Gravel-Rennen wie Badlands oder Unbound XL. Welches Mindset es braucht, um solche Langdistanzen zu bewältigen und sich dabei durch Schneestürme auf 3.800 m zu kämpfen oder mit nur halbem Lenker ins Ziel zu schleppen? Das beantwortet der Abenteurer, Kaffee-Produzent und Keynote-Speaker genauso wie die Frage nach Vereinbarkeit von Beruf und Training. Weitere Gesprächsthemen: Seine ÖRM-Erfahrungen und das ausgerufene Ziel, dieses Jahr unter 7 Stunden zu finishen. Jetzt reinhören!

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© Ötztal Tourismus

Transkript anzeigen

00:00:00: Unser Radsport ist wahnsinnig vielseitig.

00:00:02: Es gibt so Rennen wie den Ötztoller, es gibt Mountainbike-Rennen, es dappen-Rennen wie Tour de France, es gibts Ultra-Renen, es gab Racecross America... Es gibt wirklich so viele verschiedene Sachen.

00:00:14: und genau das macht den Radsports aus!

00:00:16: Und genau das versuche ich ja mit diesem Podcast diese ganz verschiedenen Facetten irgendwie obzudecken und überall einen Gast einzuladen.

00:00:23: Und unser heutiger Gast ist also ein Bereich der wir so noch nie gehabt haben nämlich die ultra Gravelrennen.

00:00:28: Der SEB ist wirklich eine Korre Fee in dem Bereich einer der besten Athleten, die es wirklich gibt.

00:00:33: Beispielsweise hat er Badlands gewonnen, Unbound XL gewonnen.

00:00:36: Er vertritt da beim Atlas Mountain Race.

00:00:38: also er ist wirklich in diesem Bereich Ultra Gravel Races einer der Besten.

00:00:44: und genau wie das sprechen wir mit ihm ich würde sogar sagen dass sein Konne rennen sondern wirklich Abenteuer auf die er sich jedes mal begibt beispielsweise wir auf den Schneesturm kommt in Kyrgyzstan und dann beim Schafbauer Unterschlupf sucht oder bei einer anderen Rennen, bei einer Abfahrt der Lenker bricht.

00:01:03: Und er auf ein Hundertfünfzehn Kilometer nur mit einem halben Lenker ins Ziel vorm muss.

00:01:08: Wirklich krasse Geschichten!

00:01:09: Er erzählt sich wahnsinnig gut, emotional lustig und ich habe ihn wahnsinnigen gerne zugehört.

00:01:15: Ich hoffe euch macht es genauso viel Spaß wie mir.

00:01:18: Neuer Podcast mit Seb Breuer

00:01:20: Mir ist halt der komplette linke Teil vom Lenker weggebrochen und ich hab dann zu mir selber gesagt so ne, ich geb hier nicht auf.

00:01:24: Das geht nicht!

00:01:25: Ich zieh das durch.

00:01:27: Wie gehst du in solche Rennen rein?

00:01:29: Also bist du da nervöser oder bist du noch besser vorbereitet?

00:01:33: Für egal kein rennender Welt ist es das wert, dass man sein Leben gefährdet und das sollte irgendwann im Hinterkopf sein.

00:01:39: Wie schaffst

00:01:39: du das bei solchen Belastungen, Schlaufmangel

00:01:42: usw.,

00:01:42: rationale gute Entscheidungen zu treffen?

00:01:45: Setz dich auf dein Fahrrad, fahr los und guck was bei rumkommt.

00:01:49: hat man schon das meiste gewonnen, was man gewinnen kann.

00:02:02: Ein wunderschönen guten Morgen nach Österreich!

00:02:06: Sepp, wir fangen mal... also du bist sehr bekannt in der Radsportszene, in der Ultraradsportszene.

00:02:14: Erklär uns mal ganz kurz am Anfang wer ist da Sepp eigentlich?

00:02:19: Das ist eine sehr, sehr gute Frage.

00:02:20: Mir wurde vor kurzem die Frage gestellt wie würdest du dich beschreiben wenn man nicht googeln darf?

00:02:26: Ich würde mal behaupten ich bin wahrscheinlich der Typ der irgendwie alles mit dem Fahrrad macht.

00:02:31: Rennrad Mountainbike, Gravel Bike und auch allerhand von Rennen fährt also angefangen von Straßen-Rendkriterien bis hin zu Zoller Radmarathon oder auch längeren Rennen wie beispielsweise in Badlands Oder halt die ganz, ganz langen Sachen.

00:02:48: und ich glaube so mein größtes Highlight bisher war das European Connect Projekt was ich gemacht habe also einmal mit dem Fahrrad durch Europa in dreißig Tagen.

00:02:57: Sieben Tausend Fünfhundert Kilometer vor zwei Jahren genau dementsprechend.

00:03:02: ich hab mittlerweile kein Auto mehr Ich mache alles mit dem fahrrad

00:03:04: Und

00:03:05: ja lebe quasi das Fahrrad.

00:03:10: Ich wollte gerade fragen weil ich habe mich natürlich sehr gut vorbereitet auf diesem Podcast und du sagst ihnen Ja eigentlich in alle Podcasts, in allen Interviews, dass du eigentlich mehr ein Rad war, bis der wenig für die Ergebnisse fährt oder gar nicht für die Ergebnisse sondern mehr halt für das Feeling und was man dabei spürt.

00:03:31: Und ich wollte eigentlich fragen, was ist so für dich das größte Radsport-Event?

00:03:37: Oder der größte Erfolg im Radspot den du bisher gehabt hast?

00:03:40: Ja, ich glaube als mein größter Erfolge oder meine beiden größten Erfolger würde ich jetzt sagen es sind Badlands und und anbauen die ich.

00:03:47: Ja so

00:03:48: beide gewonnen haben.

00:03:49: Genau, und rein zwanzig gewonnen habe.

00:03:52: Würde allerdings auch dazu sagen, also ich bin schon sehr sehr ehrgeizig das was auf die Ergebnisse angeht.

00:03:56: Ich habe da schon auch ganz klare Ziele vor Augen.

00:03:59: aber ich glaube auch so mit der Zeit oder auch mit den Jahren und ich mache es jetzt ja schon wirklich viele Jahre ist halt auch so dieses Gefühl dazugekommen zu sagen.

00:04:07: Ich genieße diese Freiheit die ich mit dem Fahrrad habe.

00:04:10: Das ist für mich mittlerweile ein ganz, ganz wichtiger Faktor gewesen.

00:04:13: Warum ich diesen Sport auch weiterhin auf diesem Niveau ausüben kann?

00:04:16: Weil es einfach wirklich von A bis Z hundertprozentig genießen kann und jeden Tag irgendwie auch neue Sachen erlebe und entdecke.

00:04:25: Gib uns mal kurz einen Überblick für die Leute, die das vielleicht nicht kennen.

00:04:27: Ein Badland sein anbauen.

00:04:30: Da ist ja da öztal ein Kindergeburtstag dagegen, das ist ja Wahnsinn welche Distanzen das sind!

00:04:35: Gibt mal in den Leuten einen kurzen Überblick.

00:04:37: Genau, Badlands ist in Spanien siebenundfünfzig Kilometer durch die einzige Wüste in Europa.

00:04:42: nonstop Self Support.

00:04:43: Das heißt du bist für alles was du machst selbst verantwortlich darfst keine Hilfe von außerhalb annehmen.

00:04:48: Genau das rennen bin ich dann in drei vierzig stunden im gründung durchgefahren habe es mit gut zwei stunden vorsprungen gewonnen und ein jahr später dann zur anbauend geflogen was in den usa stattfindet in kansas so zu denen ich sage mal größt oder zum größten oder es ist eigentlich das größte gravel event rennen was es auf unserer erde gibt.

00:05:09: Und genau dort die langen distanz gewonnen mit sechs fünfhundert sechzig kilometern Streckenrekord in zwanzig Stunden aufgestellt und genau alles offroad, self-supported.

00:05:21: Das ist für die Kurzfassung zu diesen beiden Rennen.

00:05:25: Ja das ist schon Wahnsinn!

00:05:26: Ich möchte mal vorne anfangen weil wie du überhaupt mit dem Radfahrt begonnen hast?

00:05:32: Wie bist du da reingerutscht?

00:05:34: Du warst dann irgendwo einmal im Mountainbike sehr viel drinnen bis du wieder auf Gravel gewechselt.

00:05:38: gib uns doch mal einen Überblick wie du da in die Szene gerutscht bist.

00:05:42: Also im Grunde genommen habe ich damals angefangen, nachdem meine Eishockey-Karriere nicht so richtig hart aufgenommen hat und ich dort eigentlich mehr oder weniger aussortiert worden bin.

00:05:49: Man könnte sagen, dass ich quasi am Kühlteil schon abgehängt wurde, was mein Alp geht mit anderen Worten.

00:05:55: Das war ziemlich aussichtslos!

00:05:56: Und habe dann, dass mit dem Radfahren angefangen.

00:06:00: Damals natürlich so wie jeder auf der Rundstrecke, sprich irgendwelche Kriterien in den Rundstreckenrennen gefahren und ja hab mich da so weiterentwickelt bin dann im ersten U-Drein zwanzig Jahre auch in die Bundesliga aufgestiegen.

00:06:16: Sprich, ich durfte dann auch schon internationale Rennen und Rundfahrten fahren.

00:06:20: Bin im selben Jahrgang gewesen wie John Degenkolb mit dem ich damals regelmäßig irgendwo auf der Rennstrecke unterwegs war.

00:06:27: Habt aber auch da für mich festgestellt dass dieser Traum... Ich würde ganz gerne mal das gelbe Treck über die Tour der Fros tragen halt auch sehr weit weg war und ich gründige noch mich dann so ein bisschen neu orientierter Richtung Mountainbiken Und bin dann auf den Mountainbike viermal die Weltmeisterschaft für die deutschen Nationalmannschaft gefahren in Mountainbike Marathon Und da kam diese wunderbare Chance kurz vor Corona als ein Reifenhersteller auf mich zugekommen ist und gesagt, hey wir haben hier den ersten Prototypen von einem Gravelreifen.

00:06:54: Hätte Lust den mal zu fahren.

00:06:55: und damals war ich so mit quasi dann der erste der irgendwie einen Gravel Reifen aufs Rennrad montiert hat und damit ein bisschen offroad umgefahren ist.

00:07:03: Das war halt lieber auf den ersten Blick und dann kam ja dann mit Corona auch so die Möglichkeit bzw.

00:07:07: dieser Blick auf einmal für längere Distanzen Und ich habe bis dahin schon immer gerne lange trainiert.

00:07:13: Ich bin lange Rad gefahren, mein erstes Bikepacking war irgendwie eine Unterhose in die Trikotasche Zahnbürsteabsegel um den Fahrrad von Krefeld nach Hamburg fahren, irgendwie fünfhundert Kilometer.

00:07:23: und mit Corona ging das dann auf einmal los dass es halt auch in dem Bereich dann immer mehr Events gab.

00:07:27: und dann kam halt Badlands auf anbauen gab's damals schon und das hat mich halt total fasziniert irgendwie Offroad lang Distanz durch das Nirgendwo zu fahren.

00:07:39: Da war es dann eigentlich so, dass ich da recht früh auch begonnen habe und damit reingewachsen bin.

00:07:44: Weil das ist im Grunde genommen wahrscheinlich ähnlich zu vergleichen wie mit Max Festappen der ist ja nicht direkt ins Formel eins Auto gestiegen sondern hat einem Gokal angefangen.

00:07:53: Und dann probierst du das mal aus, dann hast du irgendwie Taschen am Fahrrad und dann fährst du irgendwie auch einen Rennen.

00:07:57: und meine allererste Badlands Teilnahme die war nach Hälfte des Rennens vorbei weil ich halt einfach jeden Fehler gemacht hab den man irgendwie machen kann Und ein Jahr später habe ich dann final gewonnen, aber das war wirklich ein langer Weg.

00:08:11: Ich würde sagen, da habe ich quasi jede Kinderkrankheit, was diese geht auch mitgenommen und mittlerweile habe ich schon ziemlich viele Gravel-Events auf diesem Planeten besucht und auch ziemlich viel gesehen.

00:08:25: Was reizt die so am meisten an dem?

00:08:27: Die Freiheit der Freiheitsgedanke oder...

00:08:30: Ja, auf jeden Fall!

00:08:31: Es ist halt einfach dieses Abenteuer dieser Freiheit.

00:08:36: Ich fahre bis zum Horizont.

00:08:38: Das hat mich damals auch bei meiner allerersten Teilnahme beim Öztaler so unglaublich fasziniert, so als... Als achtzehn, neunzehnjähriger war das damals so diese ... ... zweihundertdreißig Kilometer.

00:08:49: Das war halt unvorstellbar.

00:08:50: irgendwie du fährst da über die Alpenpässe und es war halt irgendwie so dieses große Abenteuer.

00:08:54: Du weißt nicht was auf dich zukommt Diese Reise ins Ungewisse Und das ist es bis heute.

00:08:58: Ich meine jetzt mittlerweile kenne ich die Runde in und auswendig, aber trotzdem ist es immer irgendwie ein Abenteuer... ...und das verbinde ich eigentlich mit jedem Event oder mit jedem Rennen was ich so fahre weil sonst würde mich das glaube ich auch einfach nicht reizen da teilzunehmen.

00:09:12: Sitz du nur auf der Mountainbike?

00:09:14: Oder bist jetzt wirklich dein Hard Gravel?

00:09:17: Also ich sag mal so einen Mountainbike mit normalen Flatbar-Länke hab' ich derzeit nicht.

00:09:22: Ich habe ein Mountainbike Drop Bar, das heißt im Grunde genommen ist es eigentlich ein Monster Gravel Bike was man für das eine oder andere Rennen was ich so bestreite also beispielsweise in Atlas Mountain Race, in Marokko und an Silk Road Mountain Race in Kyrgyzstan Da ist es so da ist es ja schon sehr sehr hardcore Gravel und da brauchst du halt Sohnrad mit breiten Reifen und einer Federung.

00:09:41: aber so dieses normale klassische Mountainbike wie man's kennt fahre ich aktuell aus.

00:09:46: ... aber teilweise auch aus Zeitgründen einfach gar nicht mehr.

00:09:52: Ich würde gerne mal das Cape Epic irgendwann fahren, ... ... aber das ist so ein Livestrack wohl... ... was ich irgendwann mal wo ich irgendwann einen Haken dran setzen möchte?

00:10:00: Ja!

00:10:00: Ich möchte gern selbst sehr gern dann später über den Ötzeler reden,... ... weil man merkt, ich glaube schon du bist da ein riesen Fan der Veranstaltung.

00:10:07: Du bist selber schon öfter mitgefahren und ihr möcht irgendwo zuerst noch ein bisschen ... ... über deinen ganzen anderen Abenteuer sprechen, weil.... Ich habe die vor diesem Podcast schon verfolgt und es ist Wahnsinn, was du für Geschichten parat hast, die du bei deinen Rennen so erlebt hast.

00:10:24: Und ich möchte mal anfangen mit Badlands.

00:10:26: Du hast ja kurz erwähnt, das erste Mal wo du mitgefahren bist, hast du alle Fehler gemacht, die man machen kann.

00:10:32: Erklär uns mal kurz, welche Fehler?

00:10:34: Was ist da passiert?

00:10:35: Der größte Fehler ist halt bei diesen Rennen, die dann auch wirklich sieben oder fünfzig Kilometer länger sind dass du einfach viel zu schnell los fährst.

00:10:43: Die damalige Badlands-Ausgabe war halt gespickt mit wirklich hochkarätigen Namen.

00:10:47: Also da war unter anderem Alester Brownlee am Start, plus noch ein paar anderen Mathieu Demaki der ja auch schon beim Örtzhaler sehr erfolgreich gefahren ist.

00:10:55: und dann ist es halt so bis zu dieser Spitzengruppe drinne und jeder will halt dem anderen zeigen dass er besser ist.

00:11:00: und das Ganze geht natürlich dann irgendwie bei fortyfünfundvierzig grad durch die Wüste.

00:11:05: Und ja, wir haben uns halt einfach komplett die Karten selbst gelegt.

00:11:08: Also ein Alistar Brownlee ist glaube ich sogar kurz vor mir noch aus dem Rennen rausgeflogen.

00:11:11: der war auch völlig fertig.

00:11:13: Ja und bei mir war es dann so am Ende des ersten Tages dass ich dann irgendwo mitten in der Wüste aufm Borstein saß und einfach völlig leer war und auch gar nicht mehr wusste wo oben unten ist.

00:11:22: und dann legst du dich dann da irgendwo kurz mal hin zum Schlafen Und am nächsten Tag wachst du auf und stellst dir einfach fest, okay das Rennen hier ist für dich komplett erledigt.

00:11:31: Weil du dich einfach selber komplett zerstört hast.

00:11:33: mit anderen Worten Du hast einfach jeden Anfänger Fehler mitgenommen den es halt so gibt.

00:11:37: also ich habe überall hier geschrieben Ich bin am Anfang viel zu schnell gefahren ich hab zu wenig gegessen ... hydriert, das heißt gerade in der Wüste musst du halt viel trinken.

00:11:47: All die ganzen Fehler, die ich da gemacht habe... ... haben dann dazu geführt dass das Rennen vorzeitig bennet war!

00:11:53: Aber das hat sich beim zweiten Mal dann um einiges besser hinbekommen?

00:11:57: Ja aber zweitmal ich hab mich... Also ich habe wirklich wie ich dann auf dieses Bordstein in der Würstel saß, habe ich mir gesagt okay... Das war nicht das letzte mal hier am Start weil dieses Rennen hat mich von Anfang an absolut fasziniert und... Ich will dieses Renn gewinnen, ich will fit genug dafür sein und ich will das schaffen und ich würde mich perfekt auch vorbereiten und habe das dann... Wirklich dreihundertfünfundsechzig Tage durchgezogen.

00:12:15: Ich hatte super schnell dann auch vom Veranstalter die Rückmeldung, dass sie mich gerne wieder einladen würden und dann habe ich halt einen Jahr lang wirklich nur dieses Rennen im Kopf gehabt und hab' mich mit Hitze-Training unter allem zippt uns darauf vorbereitet Und hab' dann auch eine komplett andere Strategie zum Start des Renns gewählt.

00:12:28: Ich bin meinen Tempo gefahren und hab dann... ...die Leute tatsächlich die favorisiert waren ziehen lassen und hab´ dann angefangen bei Kilometer zweihundundzwanzig als es dann so in diesen richtig langen harten Wüstenabschnitt rein ging.

00:12:42: Nach dem ersten Checkpoint habe ich dann angefangen, die nach und nach wieder aufzufahren.

00:12:45: Und einzusammeln und zu überholen und dann auch stehenzulassen... ...und da war ich bei Kilometer dreihundert glaube ich an der Spitze und hab dann gemerkt okay jetzt muss sich das Ding nach Hause fahren!

00:12:54: Ich muss mich konzentrieren!

00:12:55: Ich darf jetzt nicht überziehen und irgendwie zumotiviert das Ganze angehen und habe dann einfach mein Ding durchgezogen nur auf mich selber geachtet.. ..und eigentlich das ganze was ich mir vorgenommen hatte perfekt umgesetzt und am Ende das Ding dann erfolgreich nachhause gefahren.

00:13:10: Wollst du denn grundsätzlich Fitter oder wirst du die Strategie um einiges besser?

00:13:16: Also, ich war schon deutlich fitter.

00:13:18: Ich war besser vorbereitet auf diese lange Geschichte.

00:13:24: Ich würde auch sagen, dass ich vom Kopf her einfach ganz anders aufgestellt war.

00:13:27: Ich wusste was auf mich zukommt und es waren nicht so.

00:13:30: diese ist ganz krasse.

00:13:31: Okay?

00:13:31: Ich habe keine Ahnung was auf mir zukommt sondern ich wusste ungefähr wie heißes werden wird Wie sehr dich das killen kann wenn du halt am Anfang zu schnell loslegst.

00:13:39: und dementsprechend bin ich wirklich Am Anfang hab ich ganz ganz streng auf meinen Wattmesser geguckt habe diese Zweiundzwanzig Watte angepeilt die ich gefahren bin Die ich dann über die ganze Distanz fahren wollte hat mich da überhaupt nicht von beeinflussen lassen, obwohl da meine ich sag mal ärgsten Konkurrenten vorne irgendwie den großen Zampano gespielt haben und ich habe mich einfach auf mich konzentriert und sie nach und nach dann wieder eingesammelt.

00:14:03: Auf das möchte ich nur weiter eingehen weil das ist ja.

00:14:07: also ich glaube jeder der in Öztorla auch zum ersten Mal fährt kennt dieses Problem dass man aber viel zu schnell startet.

00:14:15: Man lässt sich mit treiben... Das ist einfach ganz normal.

00:14:18: auch, den Fehler glaube ich muss man einfach mal machen.

00:14:21: Wie hast du es beim zweiten Mal dann in deinem Kopf geregelt dass du verstanden hast?

00:14:27: Ich muss mein Tempo fahren und ich kann mich jetzt nicht von irgendwelchen Miträumen lassen weil das ist schon schwer wenn du siehst deine Konkurrenten wegfahren und wegfahren Und du bist halt hinten nach

00:14:38: Naja, ich müsste jetzt eigentlich an der Stelle sagen das erste Jahr.

00:14:40: Also, im Jahr zwanzig war halt eine riesengroße Lehre für mich.

00:14:44: Ich kann doch jetzt auch im Nachgang sagen dass mir der Fehler trotzdem weiterhin regelmäßig passiert bei irgendwelchen Reden.

00:14:48: also letztes Jahr in Chile beim Across Anders habe ich einen selben Fehler gemacht hab mich von meinem Konkurrenten so ein bisschen ja quasi einlohlen lassen und bin sein Tempo mitgefahren und hab es dann irgendwann bereut.

00:14:59: Und ich glaube wenn ich da einfach mein Ding gefahren wäre wann wär's am Ende?

00:15:02: Platz eins oder nicht Platz zwei geworden?

00:15:04: Ich glaube einfach, dass man sich immer wieder sagen muss dass man seinen körper kennen muss.

00:15:09: und wenn ich jetzt einfach auf einem auf einer geschwindigkeit unterwegs bin wo ich weiß die die fahre ich keine vierzeh stunden am stück dann bringt mir das halt alles nichts weil ich muss das renne erstmal beenden um erfolgreich zu sein.

00:15:23: Wenn jemand so viel besser ist, Geschwindigkeit eh irgendwann nicht mehr mitgehen kann, dann ist er halt auch besser.

00:15:28: Ich glaube dass man da sich einfach wirklich auf sich selbst konzentrieren muss um seinen Dingen zu machen.

00:15:33: und es bringt auch nichts wenn ich im Rennen meine ganze Verpflegungsstrategie über einen Haufen schmeiße weil ich denke ah wenn ich jetzt hier anhalte habe ich irgendwie fünf Minuten Rückstand oder wie viel auch immer sondern Und dann stattdessen irgendwie die Verpflegungsstrategie von dem von den Konkurrenten zu übernehmen.

00:15:49: Das macht halt gar keinen Sinn, weil ich muss halt meinen Rennen fahren und muss am Ende das Beste aus mir selber rausholen um das bestmögliche Ergebnis zu fahren.

00:15:56: Und das geht nur wenn ich wirklich hundert Prozent bei mir selbst bleibe und nicht drauf gucke was passiert rechts und links von mir?

00:16:01: Ich habe so ein bisschen die Situation, dass mein Bruder der seit zwei drei Jahren jetzt in den Sport auch eingestiegen ist und für diese kommende Austragung einen Startplatz bekommen hat.

00:16:15: Natürlich auch sehr hilfsbedürftig ist was gute Ratschläge angeht!

00:16:19: Und das wäre also der wichtigste Ratschlag, den ich ihm halt mitgeben möchte und kann.

00:16:22: es bleibt bei dir selber zieh dein Ding durch und das Ding ist halt in Sölden bennet und nicht irgendwie am Jaufen passt oder wo auch immer sondern du musst bis zum Ende deinen Tempo durchziehen.

00:16:32: Du musst halt besser daraus machen.

00:16:34: Also du kannst wirklich bestätigen.

00:16:37: Immer, wenn du am besten was hast du verantworten und deine Strategie gehabt, die hast du komplett verfolgt und dann ist es eigentlich immer gut ausgegangen.

00:16:44: Genau!

00:16:46: Es ist natürlich immer so, dass bei langen Rennen und auch da zählt er am Ende letztendlich der Öztaler ja auch zu.

00:16:51: Es kann halt alles passieren.

00:16:52: also du kannst halt oben in den Unwetter reinkommen was deine Rennstrategie komplett über den Haufen wirft Du kannst einen Platten haben.

00:16:58: Also es kann halt so viel passieren und dieses Rennen fahren generell egal ob jetzt Rundstrecke Triathlon, Langdistance oder Ratmarathon Ist halt auch immer eine Portion Glück mit erforderlich wenn du halt erfolgreich sein willst.

00:17:10: Und egal wie du Erfolg definierst ob's jetzt darum geht dass du eine gewisse Zeit fährst oder ob du einfach ankommst oder ob du da gewinnst, was auch immer.

00:17:17: Aber es ist immer davon abhängig, ob du auch das Glück an dem Tag halt

00:17:20: hast.".

00:17:21: So und wenn du das Glück halt hast dann liegt's an dir halt zu sagen.

00:17:23: okay ich muss die beste Version von mir selber sein und das Beste einfach rausholen und dann muss ich ja am Ende schauen was dabei rauskommt.

00:17:31: Du hast mal das Atlas Mountain Race als eines der härtesten Erlebnisse die du je gehabt hast beschrieben?

00:17:37: Warum?

00:17:39: Ja das Atlas Mountain Race ist natürlich einfach durch die Topografie schon mal extrem hart.

00:17:45: Du hast halt.

00:17:46: in Marokko fährst du über das Atlas Gebirge rüber, Marokco kann von Temperaturen alles anbieten also sprich von wirklich vierzig Grad tagsüber bis minus fünfzehn Grad nachts.

00:17:58: Du kannst Schnee haben, du kannst Sonne haben Es ist im absoluten nirgendwo.

00:18:02: das heißt so diesen resupply den dir selbst organisieren muss den gibt es dann nicht ganz so oft und wenn du was findest da musst du auch noch extrem aufpassen was du zu dir nimmst weil du einfach dir den magen nicht verdärben solltest mit irgendwelchen sachen wie du da bekommst.

00:18:15: Und dass ist einfach mit tausend vierhundert Kilometern einfach extrem lang, du bist komplett.

00:18:20: irgendwie also damals meine meine sieger oder nicht.

00:18:22: die ganze Zeit aber meine meine zeit um da auf platz drei zu fahren war irgendwas mit Ich glaube, bei einhundert Stunden Roundabout, die ich mit letztendlich fast komplett durchgefahren bin bis auf zwei kleine Schlafpausen.

00:18:35: Und das ist einfach körperliches Absolutes Limit.

00:18:38: also du kommst wirklich da an und du hast einfach alles aus dir rausgeholt mental wie auch körperlich.

00:18:43: Das sind so die Momente wo du halt weißt zu was dein Körper eigentlich im Stande ist zu leisten.

00:18:49: Aber du findest dann auch sehr, sehr schnell im Rennen deine Grenze zu sagen.

00:18:54: Wenn du das Rennen hier beendet ist, dann wirst du definitiv deine Grenzen gefunden

00:18:56: haben.".

00:18:58: Wie macht man das bei so einem Rennen mit die Einkaufsmöglichkeiten?

00:19:01: Du kannst es ja nicht davor planen oder?

00:19:03: Ja, es ist im Grunde genommen schon so dass du die Rennen sehr gut scouten musst.

00:19:08: Du setzt dich vorher in die Route an und guckst wo gibt's vielleicht ein Kiosk wo ich was zu essen bekommen kann?

00:19:14: Wo gibts auch Tankstellen?

00:19:15: Und du hast mit den Jahren auch so bisschen Erfahrung in verschiedenen Ländern aber zum Beispiel auch wenn ich jetzt beispielsweise in Deutschland unterwegs bin.

00:19:23: also ich fahre in Deutschland mittlerweile eigentlich kaum rennen weil es in Deutschland halt einfach an dem Bereich nicht so viele Renten gibt.

00:19:29: Aber wenn ich beispielsweise auf dem Bikepacking bin Fälle, nenne ich es jetzt mal auch ein bisschen zu trainieren.

00:19:36: Dass wenn ich in den Supermarkt reingehe, ich halt mittlerweile auch genau weiß wie ist ein Aldi sortiert?

00:19:40: Wie ist ein Edeka sortiert, dass sich einfach genau weiß, wie's halt schnell geht und dann so Kleinigkeiten das du beispielsweise, wenn du bezahlst eigentlich nur auf die leere Verpackung bezahlt weil du das Zeug halt schon im Supermarke gegessen hast um halt Zeit zu sparen.

00:19:51: Und das sind so Sachen, die musst du halt im Rennen auch umsetzen.

00:19:54: und wenn du es vorher nicht mal geübt hast dann wird halt das Rennen kommen.

00:19:57: Du wirst völlig unvorbereitet in den Supermarkt reinlaufen, wirst erstmal gar nichts finden, verlierst da schon Zeit mit.

00:20:03: Dann stehst du vielleicht noch nur mal eine Kasse, musst lange warten oder du hast kein Bargeld dabei weil du gerade nicht mit Karte zahlen kannst.

00:20:09: Das sind alles so Sachen die kannst du halt vorher schon irgendwie im Training auch mal üben und mal trainieren.

00:20:13: Das bietet sich dann halt immer perfekt an.

00:20:15: Auch wenn man natürlich dazu sagen muss Ein Supermarkt oder ein Kiosk in Marokko ist eine ganz andere Sache als der gut sortierte Aldi hier in Deutschland.

00:20:23: Das ist halt einfach so, aber auch da beispielsweise ist ein sehr gutes Beispiel bei anbauen.

00:20:29: damals ist es so dass das ist halt.

00:20:31: im Kansas gibt es genau eine Tankstellen Kette so das ist Casey's Und das ist im Grunde genommen dein Resupply, den du während des Rennens hast.

00:20:38: Das heißt, du fährst halt irgendwie.

00:20:40: während des Rentens gibt es auf der Strecke fünf oder sechs von diesen Tankstellen und du weißt halt wenn Du was haben musst dann musst Du dahin so und jetzt halt vor dem Renten einmal in diesen Laden rein guckst Du den genau an wo Du was findest?

00:20:51: Wo findest Du den großen Kanister Wasser?

00:20:54: Wo Findest Du irgendwie was Süßes für Essen, Snickers, Mars und

00:20:57: Co.?

00:20:58: Und dann ist es im Rennen, du fährst an die Tankstelle ran, lehnst dein Rad eben an die Wand und rennst in diese Tankstellereien.

00:21:05: Nimmst dir das Wasser und jetzt machen in dem Fall zumindest einer ersten Tanksteller, machen das auch auf fünfzig andere Leute mit hier zusammen.

00:21:11: Das heißt, fünfzig Leute rennen wie eine wilde Horde in diese Tankschelle rein!

00:21:14: Reifen sich das was sie haben wollen und dann hast du halt auch schon dein Geld abgezählt.

00:21:18: Das heißt, da hast du ihm so ein zehn Dollar Note in der Hand Und die schmeißt du quasi im vorbeigehen schmeiße die den nur noch dem Tankstellen Pechter schmeißen wir es quasi hin und er hat ja den geld.

00:21:28: regen weil alle halt super schnell raus sind um die Spitzengrube nicht zu verpassen.

00:21:33: Das sind so Sachen dass musst du halt dir vorher einmal angeguckt haben sonst rennst du in die Tankstelle rein du findest gar nichts und gehst am Ende als letzter raus und hast die Spitze Gruppe verpasst.

00:21:42: Dementsprechend in der Tankstelle, in diesem Moment ist absolutes Chaos.

00:21:45: Das ist wirklich irre was dann da abgeht in diesen zehn Minuten oder nicht mal wo die Leute da rein stürmen.

00:21:52: aber das ist am Ende so ein bisschen Erfahrung und wenn du das einmal gemacht hast dann weißt du wie es läuft und dann kriegst du's auch im Rennen sehr schnell umgesetzt.

00:22:00: Ich stelle mir das zuvor dass es schon mental stressig ist.

00:22:05: wenn du jetzt zum Beispiel hier in Marokko so wenige Einkaufsmöglichkeiten gibt, dann hast du irgendwie nur mehr einen Riegel dabei und du denkst, ich brauche jetzt was.

00:22:15: Und es gibt aber nichts!

00:22:18: Wenn ich jetzt ein Östersohler fahre, dann weiß ich, da ist eine Verpflegung... Da ist noch die bessere Verpflege und das ist

00:22:23: alles tipptopp.

00:22:24: Und da musst du ja wirklich schauen wie du das irgendwie hinkriegst.

00:22:30: Ja, es gibt so bisschen die goldenen Regeln.

00:22:31: Das heißt wenn du fahr niemals mit vollem Wasserflaschen an der Wasserkwelle vorbei als Regel Sagt so viel aus wie wenn du an der Wasserquelle vorbei fährst, trink deine Flaschen aus und fühl sie wieder auf.

00:22:43: So dass das definitiv sind und so musst du halt auch im Rennen agieren.

00:22:48: Das heißt, wenn du die Möglichkeit siehst, musst du die Möglichkeiten auch nutzen.

00:22:51: Und ähnlich ist es nicht nur mit dem Einkaufen sondern auch am Ende mit dem Schlafen.

00:22:58: Du hast in Marokko nicht, dass du irgendwo vorbeifährst und da ist dann irgendwie ein Hotel oder was auch immer, sondern du musst halt einfach irgendwo schlafen wo's irgendwie gerade geht.

00:23:06: Ich habe damals in meinem erler ersten Jahr dort den Fehler gemacht, dass ich gedacht hab ja es geht noch und ich fahre noch ein paar Ortschaften weiter.

00:23:12: Und dann werde ich schon irgendwo was finden.

00:23:13: Habe dann aber festgestellt, ich bin über diese Old Colonial Road gefahren, was im Grunde genommen der alte Militärstraße aus der Sowjetzeit noch ist.

00:23:20: Die Colonium eigentlich non existent ist.

00:23:21: das heißt, das hat unfassbar lang gedauert ging durch die Höhe durch und es hat mich mehrere Stunden gebrochen da durchzukommen.

00:23:27: Da bin ich halt irgendwann weit nach Mitternacht in den nächsten Ort gekommen und da hatte natürlich dann schon alles geschlossen.

00:23:31: Da war einfach nichts mehr Und turns out.

00:23:35: ich war halt trotzdem müde musste schlafen und habe mich dann für gut eine halbe stunde mit einer rettungsdecke.

00:23:40: Ich hab quasi ja auf meinem... ...mit der rettungstecke an einer tankstelle geschlafen, das heißt geschlossene Tankstelle.

00:23:46: ich habe mich da in so ein Lkw waschstraße reingelegt.. ..und hat dann da irgendwie einen powernap gemacht was natürlich bei minus zehn grad natürlich super unangenehm ist.

00:23:55: aber das sind halt die sachen.

00:23:57: wenn du es halt dann selber nicht hin bekommen hast weil du es irgendwie unterschätzt hast Die Super musst du dann spätestens ein paar Stunden später definitiv selber auslöffeln.

00:24:05: Das heißt, du musst einfach immer auf der Hut sein weil jeder Fehler den du da machst, der recht sich halt ganz, ganz böse.

00:24:13: Ja komplett für diesen Lungen das ist ja wirklich Wahnsinn!

00:24:16: Ich glaube du beschreibst es sehr gut wenn man einmal diesen Fehler gemacht hat.

00:24:20: ich glaube beim nächsten Mal ist er das auch nicht mehr passiert.

00:24:24: Ja, also ich... Es gibt schon Sachen.

00:24:28: Da brauchte ich zwei bis drei Anläufe aus meinen Fehlern zu lernen.

00:24:33: Es ist immer super schwierig so wenn du.

00:24:35: es ist wahrscheinlich ganz gut auch damit zu vergleichen dass du, wenn du ich sag mal irgendwo ein Anstieg hoch fährst und die am unten am anstieg ging's heute.

00:24:43: Heute bin ich deutlich besser.

00:24:44: und obwohl du deine Schwellenwerte kennst, obwohl du weißt was du eigentlich kannst und was du nicht machen solltest, fährste schneller und denkst dir heute schaffe ich das?

00:24:51: Und dann irgendwann kommt halt der Mann mit dem Hammer und haut dich halt um... ...und dann denkst du dir wieder ah, ich eigentlich hätte mich doch wissen müssen.

00:24:56: Ich werde die Wissenschaft ja auch nicht aushebeln.. ..und so ähnlich passiert mir das halt auch regelmäßig mit solchen Aktionen.

00:25:01: Das heißt dann auch irgendein Fehler mache, wie beispielsweise letztes Jahr im Dezember in Chile.

00:25:06: Dass ich eigentlich von Anfang an wusste.

00:25:08: hey wenn ich mein Tempo hier fahre und meinen Ding durchziehe, dann wird das am Ende vielleicht auch zum Sieg reichen.

00:25:13: aber ich habe da am Anfang gedacht okay wir legen uns hier gegenseitig die Karten und ich hab's halt am Ende verloren weil ich halt ja völlig überzogen habe und bin nur zweiter geworden.

00:25:23: verdammt du bist also... Also ich kann es nur von mir sprechen aber mir passieren auch Fehler gerne auch ein zweites oder drittes Mal.

00:25:33: Du hast beim Silk Mountain Race in der Mitte, wie gesagt, ein bisschen an den Schneesturm gekommen und hast dann gebrochene Lenker.

00:25:39: Ich glaube das beschreibt recht gut, welche Abenteuer man bei solchen Langen auch wirklich hat!

00:25:45: Ja, absolut.

00:25:45: Also dieser Schneesturm der war direkt an Tag eins also Silber Mountain Raisen gute zweitausend Kilometer du brauchst ungefähr sieben Tage weil es hat einfach die ganze Zeit auch zwischen zwei und viertausend Meter in Höhe stattfindet das Rennen d.h.

00:25:56: Auch wirklich crazy hartes Terrain was Du musst viel schieben Es ist halt einfach nicht nur Radrennen sondern es ist halt auch wirklich so ein bisschen dieses Survival-Ding.

00:26:06: Und diese Schneestürm an Tag Eins ich lag in Führung und bin da oben auf drei tausend acht Meter in so einen Schneestumm reingefahren musste halt ganz dringend irgendwo Unterschlupf suchen und habe dann Gott sei Dank bei einem Ziegenhürten in so einem ganz alten Bauwagen, ja, Unterschlumpf gefunden weil sonst weiß ich nicht was da oben passiert wäre.

00:26:22: Und dann ist mir tatsächlich am allerletzten Tag bin ich eine Abfahrt am Ende zu schnell runtergefahren nach sieben Tagen und hatte noch so gut hundertfünfzig Kilometer bis ins Ziel.

00:26:29: aber es war halt nur einen viertausend Meter Berg im Weg.

00:26:32: und die Abfahrtt dahin bin ich auf einer schönen Gravel Autobahn viel zu schnell gewesen in der Kurve weggerutscht im Vorderrad Mir dabei Gott sei nichts getan, aus ein paar Schirrwunden.

00:26:42: Aber mir ist halt der komplette linke Teil vom Lenker weggebrochen und... Der hängt eigentlich nur noch am Rad weil da die Bremsleitung war.

00:26:49: Und dann war halt die Option ja was mache ich jetzt so?

00:26:51: Gebe ich das Rennen jetzt nach sieben Tagen hier auf und ärger mich schwarz oder ziehe es einfach durch und ich muss irgendwie über diesen viertausend Meter Berg kommen?

00:26:57: Es waren gute Hundert Kilometer bergauf und Ich habe dann zu mir selber gesagt so ne ich gebe hier nicht auf Das geht nicht!

00:27:02: Ich zieh' das durch und... Ich werde schon auch irgendwie diese twenty-fünf Kilometer Trailabfahrt ins Ziel Die werde ich dann schon irgendwie auch hinkriegen.

00:27:10: Ja, ich bin dann um Mitternacht oben auf den Berg angekommen in der Dunkelheit und bin dann diese twenty-fünf Kilometer Trailabfahrt gefahren.

00:27:18: Hab sogar noch die Mitstreiter, der mit mir zusammen, der mich irgendwann aufgefahren hat, den Berg hoch, den hab' ich dann da auch wieder abgehängt... ...und bin dann als Vierplatzheter durchs Ziel gefahren!

00:27:29: Mittenholben Lenker?

00:27:30: Mit halbem Lenker genau!

00:27:33: Das ist Wahnsinn was man so erlebt bei solchen Rädern, vor allem mal diesen.

00:27:39: Also das ist ja gar nicht auszumollen, was du wärst wenn du diesen Ziegenhirten da nicht gefunden hättest oder getroffen hätt.

00:27:44: Es ist wirklich halt nicht ungefährlich.

00:27:46: also muss man

00:27:47: so sagen Das ist auch der Punkt.

00:27:51: Ich glaube keiner ist gegen oder der ist der Boss wenn es um die Natur geht.

00:27:57: also heißt, die Natur steht immer über allem und wenn's halt richtig scheiße kommt dann wirds gefährlich.

00:28:02: Und das ist auch so.

00:28:03: meine Empfehlung an alle da draußen das halt niemals zu schätzen.

00:28:06: ich hab damals sehr viel Glück gehabt.

00:28:07: das hätte auch anders ausgehen können definitiv.

00:28:10: Und das Silk Road Mountain Race muss man auch dazu sagen, ist ein Rennen wo du halt auch nicht einfach angenommen wirst.

00:28:15: Das heißt da kannst du dich nicht einfach so anmelden und sagst hey hier bin ich jetzt sondern der Veranstalter guckt dann halt schon ganz genau hin so Hey is der ja zu einer Lage?

00:28:22: kann er das?

00:28:24: Der Veransteller sagt ja auch im Vorhinein ganz klar wenn irgendwas ist also keine Ahnung Beinbruch Fahrrad gebrochen was auch immer you name it Du bist auf dich alleine gestellt hier kommt keiner dich abholen.

00:28:37: als ich habe beispielsweise von Armin ... habe ich dann immer den Inreach dabei, das ist so ein ... ... kleines Athleten-Device.

00:28:43: Was halt bei diesen Rennen auch als Tracker genutzt wird... ... und damit könnte ich so gesehen Hilfe rufen!

00:28:47: Aber in Kigisistan gibt es halt keine Infrastruktur was ... ... Rettungshelikopter & Co.

00:28:50: angeht.

00:28:51: Das heißt du weißt ja wenn du die aufdrückst passiert eh nix.

00:28:54: Und das braucht halt Tage bis da jemand kommt.

00:28:56: Und dementsprechend weißt Du halt musst Du halt deutlich vorsichtiger noch sein weil Du alles was Du machst musst Du selber ausbaden und ... ... dass ist eine ziemlich große Selbstverantwortung die Du halt dann auch mit Dir mit schletten musst Und natürlich auch eine Verantwortung all den Leuten gegenüber, die zu Hause auf dich warten.

00:29:12: Ich habe zuhause das Versprechen abgegeben und ich werde nichts machen was meine Gesundheit arg gefährdet und dementsprechend ist es immer so dass das natürlich im Hinterkopf mitfährt wenn du in solchen Ländern unterwegs bist.

00:29:24: Wie gehst du in solche Rennen rein?

00:29:25: Also bist du da nervöser oder bist du noch besser vorbereitet?

00:29:31: Fährst du vielleicht nur vorsichtiger?

00:29:34: Ja gut also ich könnte sagen, ich fahr vorsichtiger und dann nach sieben Tagen haut's mich in der sinnlosen einfachen Gravel-Affahrt weg.

00:29:42: Und mir bricht der Lenker kaputt.

00:29:45: Ich glaube so vom Grundprinzip ganz tief mit drinne und das kriege ich auch nie raus bin ich Racer.

00:29:50: Das heißt ich bin Wettkampf orientiert.

00:29:51: deshalb mache ich diese Sachen auch um mich selber zu fordern und das ist glaube ich auch dass was es am Ende für mich ausmacht einfach an den Limit zu gehen und zu gucken was kann der Körper?

00:29:59: Was kann der Geist?

00:30:02: Und ich habe natürlich immer den Ärger, wenn ich bei solchen Rennen starte.

00:30:04: Natürlich auch eine vordere Platzierung reinzufahren und Ich glaube aber dass sich trotzdem mit den Jahren auch ein ganz gutes Risikomanagement betreiben kann.

00:30:11: zu sagen an der Stelle macht es Sinn gewisses risiko einzugehen Aber an der stelle definitiv nicht weil er wird so gefährlich und ich glaube das ist halt.

00:30:19: ich hatte beispielsweise letzter die situation da bin ich in spanien gefahren der capitals und Das ist acht hundert kilometer lang Und es war halt.

00:30:28: am ersten Abend sind wir durch die Höhe gefahren auf gut.

00:30:31: Zwei tausend zwei Meter in Höhe, Wir waren zu zweit vorne in Führung liegen und sind in den Unwetter reingekommen.

00:30:35: also wirklich auch ein krasses unwetter da oben mit viel Blitz und Hagel.

00:30:38: und ich habe dann irgendwann auch gesagt hey wir stellen uns jetzt definitiv in so eine alten Ruine die da oben stand stellen wir uns unter weil das ist einfach viel zu gefährlich und Ich werde hier nichts unternehmen nur für einen Rennsieg um mein Leben hier zu gefährden.

00:30:48: und Das ist tendenziell ist sowas lebensgefährlich bei bei Gewitter da oben durch die Gegend zu fahren.

00:30:52: Wir haben uns dann untergestellt, wir hatten damals auch glaube ich auch eine halbe Stunde Forschung auf den Drittplatzierten.

00:30:58: Sind dann irgendwann weitergefahren und kurz in Live-Tracker gecheckt und festgestellt der hat uns in der Zeit überholt.

00:31:02: mit anderen Worten Der ist das Risiko eingegangen, ist durchs Gewitter durchgefahren Und da muss ich ehrlicherweise sagen dass stößt bei mir auf absolutes Unverständnis weil für EGA kein Rennen der Welt ist es des wertes man sein Leben gefährdet und das sollte ihm mal im Hinterkopf sein.

00:31:18: Aber das ist ja wahnsinnig schwierig oder diese Entscheidung zu treffen In dem Moment, wenn es jetzt übertrieben gefährlich ist und du wirklich merkst okay jetzt ist vorbei dann ist das verständlich.

00:31:29: aber wie du sagst du bist trotzdem dieser Racer.

00:31:31: Du willst trotzdem das Beste rausholen und dann aber trotzdem die Entscheidung zu treffen gut jetzt bleibe stehen und riskier damit mein Sieg ist es auch schwer.

00:31:41: ich glaube dass ich einfach Wahrscheinlich auch durch die Erfahrung, die ich jetzt in den zwanzig Jahren Leistungssport gemacht habe und was ich alles gesehen habe.

00:31:48: Und da sind gute Sachen beigewiesen.

00:31:50: Da sind auch sehr schlimme und traurige Sachen passiert in der Zeit.

00:31:54: Dass ich einfach für mich diesen Weg gefunden hab zu sagen... Ich bin Racer!

00:31:58: Ich bin Super-Jahrgeiz und will gewinnen aber ich bin nicht bereit dafür meinen Privatleben bzw meine Gesundheit aufs Spiel zu setzen So blödsicht das auch anhört.

00:32:07: aber wenn ich bei so was mein Leben riskiere und... Ich sag mal, dass verliere und mein Leben dabei lasse.

00:32:13: Dann kann es mir persönlich am Ende egal sein weil.. ...ich bin halt einfach nicht mehr da!

00:32:18: Ich muss die Konsequenzen nicht tragen.

00:32:19: Aber die Konsquenze müssen halt alle tragen, die in meinem Umfeld leben Und das möchte schlichtweg nicht.

00:32:23: Also ich möchte nicht, dass meine Mutter oder Meine Frau oder wer auch immer halt irgendwann die Nachricht bekommt Dass ich nicht mehr nach Hause kommen werde und das ist für mich die oberste Priorität zu sagen Ich werde da definitiv immer vorsichtig sein und keinen Schwachsinn für die goldenen Ananas riskieren.

00:32:42: Kommen ein paar solche Belastungen oder wie schaffst du das bei solchen Belastung, Schlaufenmangel

00:32:48: usw.,

00:32:49: nur wirklich rationale gute Entscheidungen zu treffen?

00:32:52: Der Vorteil ist einfach wenn du wirklich richtig am Limit bist und auch extrem müde bist, dass dir dann natürlich die Entscheidung zu sagen okay ich leg mal kurz eine Pause ein.

00:33:04: Natürlich deutlich leichter fällt weil ihr nicht

00:33:05: in eine

00:33:06: Pause freust.

00:33:07: Das heißt lasst mal kurz unterstellen.

00:33:09: und als wir uns damals untergestellt haben sind wir nach dem Gewitter von diesem Berg runtergefahren Und es war halt einfach unfassbar kalt.

00:33:17: Also wir hatten tagsüber auch irgendwie forty-fünf Grad und nachts waren's dann auch irgendwie um den Gefrierpunkt, das war halt bitterlich kalt.

00:33:23: Und wir sind dann unten in den Ort reingefahren, waren beide komplett durchgefroren und konnten kaum noch den Lenker festhalten.

00:33:27: Und haben dann beide auch uns angeguckt und entschieden so wie gehen jetzt in diesen Ort?

00:33:31: Und da gibt es sicherlich gleich irgendwie so ein Geldautomaten also so einen Raum, wie man das von der Sparkasse kennt.

00:33:38: Das ist zumindest auch so ein Live-Effekt zu sagen du gehst halt in diesen Raum rein weil der Geldautomat an sich, der strahlt extrem viel Hitze aus!

00:33:44: So d. h. Du gehst in diesem Raum rein Nimmst du deine Rettungsecke und schläfst für eine halbe Stunde bis danach auch wieder so halb trocken und auch irgendwie aufgewärmt einfach von dieser Wärme, vom Geldautomaten.

00:33:54: Und dann sieht die Welt auch schon wieder ganz anders aus.

00:33:56: und das kannst Du halt machen weil Du halt weißt du hast gerade keine andere Wahl weil so weiterfahren macht halt gar keinen Sinn.

00:34:01: Weil es geht gleich wieder berg hoch und es wird gleich wieder kalt in der Abfahrt.

00:34:05: Aber wenn du halt mal kurz die halbe Stunde das Power-Nap machst, am Geldautomat, dann weißt du hast du Energie getankt.

00:34:10: Du hast kurz geschlafen und du bist wieder bei alter Änderung oder nicht bei alter Frischhabe.

00:34:13: Du bist zumindest so weit hergestellt dass du in der Lage bist vernünftig weiterzufahren.

00:34:17: Und da sind dann die Entscheidungen, die du einfach auch aus Erfahrung triffst.

00:34:23: Da ist glaube ich einfach Erfahrung super wichtig.

00:34:26: Ja ohne irgendwie es bauchgefühlt ist und sagt gut jetzt möchte ich es kann sehen?

00:34:32: Es ist ja immer so, dass gerade bei das Leistungsniveau egal in welcher Sportart es in den letzten Jahren extrem nach oben gegangen ist.

00:34:40: Inzwischen zählen auch bei diesen langen Distanz-Rennen die Kleinigkeiten.

00:34:44: Da kannst du dir keine Fehler mehr großartig erlauben!

00:34:47: Aber man muss halt immer abwägen.

00:34:49: Okay, wie viel Zeit verliere ich?

00:34:50: Wenn ich jetzt an der Stelle weitergefahren wäre, sprich totale Unterkühl in den nächsten Anstieg rein und irgendwo in Andorra die nächste Abfahrt, die ist da sehendes oder aber nämlich kurz die halbe Stunde Auszeit regenerieren mich kurz und weiß.

00:35:01: dann kann ich aber tendenziell das Rennen deutlich schneller und ohne großartig nochmal anhalten zu müssen durchfahren.

00:35:08: Und das ist die Erfahrung, die am Ende wahrscheinlich auch den Unterschied zwischen Sieg- und Niederlage macht.

00:35:15: Du hast schon erwähnt, Eingangs, ich glaube du hast sozusagen Lieblingsprojektrennen erklärt wo du bist vom Norden Europas in den zum südlichsten Bunk gefahren.

00:35:25: Hast aber kein Ergebnis erzielt.

00:35:29: Genau das ganze war damals ein bisschen als fastes No Time Projekt angedacht.

00:35:34: der aktuelle oder der damalige Rekord lag bei und da steht auch aktuell immer noch bei zweiunddreißig Tagen.

00:35:40: Das war so ein bisschen das Ding was im Kopf hatte.

00:35:42: ja ich würde ganz gerne diesen Rekorder fahren.

00:35:43: Das Ganze ist natürlich unter dieser Self-Supportetregel, das heißt du darfst keine Hilfe von außerhalb annehmen.

00:35:49: Du darfst im Grunde auch kein Videografen dabei haben weil es sehr mentale Unterstützung für dich wäre und wir haben damals ein Projekt auf die Beine gestellt wo wir auch ganz klar gesagt haben wir wollen das ganze videografisch dokumentieren.

00:36:01: Wir wollen auch dass die Leute da draußen irgendwie eine Inspiration haben aufs Fahrrad zu steigen loszufahren um coole Abteuer zu erleben.

00:36:07: Und dieses Projekt war von Tag eins, von dieser Anreise nach Norwegen halt einfach ein so familiäres und schönes Projekt auch mit all meinen Partnern.

00:36:15: Und dem Logis, den Videografen der dabei war.

00:36:17: mein Kumpel Paul war dabei und dann habe ich super viele Nachrichten bekommen dass das ja nicht selbst supportet ist.

00:36:24: und die Route muss man auch dazu sagen was teilweise echt nicht das was ich mir unter Fahrradfahren vorgestellt hatte Ja, es war einfach ein Flickenteppich.

00:36:32: Also du musstest teilweise durch Büsche durch.

00:36:35: Du konntest teilweise auch gar nicht fahren.

00:36:37: Ich bin am ersten Tag nach gut zweieinhalb Kilometern, bin ich links abgebogen in Wund-Finland und stand dann kniehoch im Sumpf und musste da irgendwie anderthalb Stunden durch den Sumpff laufen mit dem Fahrrad auf den Schultern.

00:36:46: Und das ist halt für mich wenig Fahrradabenteuer sein.

00:36:49: Das ist Survival, das ist Wandern was auch immer aber das hat in diesem Fall nichts mit einem Fahrradfahren zu tun.

00:36:55: Mache ich auch gerne, aber nicht halt in dem Rahmen von so einem Projekt Und ich habe dann an Tag vier oder fünf, hab' ich dann einfach angehalten und zu dem Videografen zum Luris gesagt.

00:37:04: Wir schreiben die ganze Story um!

00:37:05: Wir machen jetzt unser eigenes Projekt da draus und wir machen jetzt eine richtig geile Reise durch Europa und wir inspirieren die Leute und das ist mein Ziel und... Ich werde auch die Route ein bisschen abändern.

00:37:12: Ich will dass wir noch den Alpen mitnehmen und am Ende sind wir auf fast genau dieselbe Kilometer- und Höhenmeterzahl gekommen und war nach dreißig Tagen in Portugal im Zagresch.

00:37:23: am Ziel angekommen ist nicht der Rekord war mir aber am Ende völlig egal und ich bin einfach stolz auf das Projekt, was wir da gemacht haben.

00:37:29: Und vor allem bin ich stolz darauf einmal mit dem Fahrrad wirklich durch ganz Europa gefahren zu sein unglaublich viele Leute kennengelernt zu haben wunderbare Situationen gehabt zu haben.

00:37:37: Wir sind eingeladen worden Werden einfach eine unfassbar schöne Zeit.

00:37:40: Das haben wir auch live Teilen im Wunder genommen.

00:37:42: Und dass würde ich niemals gegen irgendeinen farses known time Rekorder Welt hergeben.

00:37:47: Niemals.

00:37:48: Also wurde die persönliche Erfahrung viel wichtiger als das Ergebnis.

00:37:53: dann

00:37:54: Ja, wir hatten also es hat halt irgendwann angefangen dass die Leute dann ja auch wussten wo wir unterwegs sind.

00:37:58: Man konnte das ja auch so ein bisschen im Live-Tracking verfolgen und sich immer wieder auch Leute angeschlossen haben.

00:38:03: Wir hatten in Köln den Social-Ride Wir hatten irgendwie gemeinsames Pizza Essen mit Leuten.

00:38:07: Wir sind bei Leuten abends eingeladen worden Gab's sogar anger die Situation, dass sich jemand in Wald gestellt haben.

00:38:13: In einem Klapptisch und Zimtschnecken und Kaffee für mich da aufgebaut hatte wo ich da irgendwo in Frauenland durch den Wald durchgefahren bin.

00:38:19: Und das sind halt alle diese Situationen, die du halt nur dann hast wenn du halt auch bereit bist irgendwie Leute kennenzulernen.

00:38:24: und wenn du in diesem Self-Supported Rennenmodus unterwegs bist muss man einfach sagen Dann bist du halt im Rennenflow drin aber du siehst nicht was links und rechts von dir abgeht.

00:38:33: und dieser Erfahrung zu missen muss ich sagen Das ist für mich absolut gar keine Option gewesen.

00:38:39: Was lernst du bei solchen Rehnen für dich selbst?

00:38:41: Ich

00:38:44: glaube, ich habe damals sehr viel über mich selber gelernt im Sinne von was ich für mich im Leben als wichtig definiere.

00:38:49: dass ich halt einfach ganz klar sage, diese Erlebnisse sind halt einfach wichtiger als alles andere.

00:38:54: Als irgendwie auch ein stressiger Berufsalltag der wo du denkst du musst jetzt aber heute Abend noch diese E-Mail fertig schreiben sonst geht morgen die Welt unter sondern einfach mal zu sagen ne ich schalte jetzt mal komplett ab und ich genieße das was ich jetzt mache im hier und jetzt und versuche alles was sich irgendwie gerade Kriege aufzusaugen wie ein Schwamm Und das habe ich halt wirklich damals gemacht und bin völlig entspannt.

00:39:18: Und ich sage mal in einem seelisch sehr, sehr guten Zustand in Portugal angekommen und konnte diesen Flow eigentlich auch eine ziemlich lange Zeit mit mir mitnehmen.

00:39:29: Wie schaffst du das alles unter einen Hut zu bekommen?

00:39:31: Gut!

00:39:33: Ich hab letztes Jahr für mich die Entscheidung getroffen dass sich das Radfahren im Grunde ein Fulltime machen möchte.

00:39:39: schon nebenher gemacht, neben meinem eigentlichen Beruf damals bei einem Reifenhersteller habe ich die Profi-Athleten betreut.

00:39:47: Das heißt, ich hab sehr viel im Bereich Ratsport auch zu tun gehabt.

00:39:52: aber für mich dann irgendwann auch die Entscheidung getroffen zu sagen... Ich möchte die Chancs, die ich halt habe zu sagen das ist mein Beruf, die möchte ich noch einmal in dem Leben ergreifen weil die haben glaube ich nur sehr wenige Leute und ich habe diese Chance bekommen und ich möchte diese Chance wirklich leben und nutzen und möchte das besser draus machen.

00:40:08: und dementsprechend ist es jetzt mittlerweile so dass sich davon fulltime lebe und mich da halt noch deutlich mehr halt auch Projekten und Ideen widmen kann, die mir unfassbar viel Spaß machen.

00:40:19: Und ich halt jetzt mittlerweile auch so bereit aufgestellt bin dass ich halt wie gesagt bei einem Öztaler am Start bin aber auch irgendwie bei lang Distanz Rennen oder auch gerne einfach mal irgendwie Vorträge halte oder bei irgendwelchen Events vor Ort bin als Ambassador oder mit Partnern zusammenarbeitet und das ist eine Arbeit, die mei unglaublich viel Spaß macht und wo ich jetzt im Nachgang auch sagen könnte Ich glaube, ich hätte diesen Schritt vielleicht auch ein bisschen früher gehen sollen.

00:40:44: Ja gut im Nachhinein ist das einfacher.

00:40:46: Im Nachgang ist man immer schlauer?

00:40:48: Ja genau.

00:40:48: Nehmen wir uns mal mit wie...ich habe in einem Interview gelesen du trainierst sehr viel mit Intervalle.

00:40:57: Das ist ja wenn man so überlegt, da fährst du jetzt tausend Kilometer und trainierts mit InterValle.

00:41:05: Versteht man nicht ganz aber anscheinend es funktioniert richtig gut für dich!

00:41:09: Nehmen Sie mal mit so einer Trainingswoche bei dir.

00:41:12: Also es ist schon sehr diverses Ganze, also ich habe natürlich auch Einheiten die sind schon ein bisschen länger.

00:41:19: Ich war jetzt vor drei Wochen auf Mallorca unterwegs und da bin ich sehr viel umfang gefahren.

00:41:23: Ich hab so eine Insel im Rudeln gefahren mit vierhundertvierzig Kilometern auch das ganze mal etwas schnellere Geschwindigkeit gesetzt.

00:41:31: Aber gleichzeitig ist es auch so, dass ich super viele V- und Zwei-Max Sachen beispielsweise mache.

00:41:36: Und so dreißig, dreißige Intervalle, Sweetspot – das sind Aussachen die in meinem Trainingsplan sind weil ganz oft ist es ja so, daß die Leute mich ansprechen sagen Ja wenn man solange Rennen fährt dann muss man ja auch super lange Einheiten trainieren oder was auch immer.

00:41:47: Ich fahre einfach super gerne Fahrrad und dementsprechend ist es für meinen Coach auch super einfach wenn er mir einfach eine sieben oder acht Stunden Grundlageinheit rein schreibt, die ich einfach fahe, weil ich das einfach liebe bis zum Geht nicht mehr Und ich tue mich eher schwer mit Intervallen, weiß aber auch diese Intervallgeschichte wie gesagt aus so einer dreißig-fünfzehn Einheit oder vierzigzwanzig.

00:42:08: Das sind Einheiten die ich jetzt nicht super gerne mache, die aber gemacht werden müssen in Anfangstrichen und die ermöglichen mir das natürlich am Ende auch zu sagen okay ich fahre auch bei einem Rundstreckenrennen mit oder ich fahr beim Öztaler mit oder bei einem kürzeren UCI Gravel World Series Rennen oder bei der Weltmeisterschaft letztes Jahr noch.

00:42:28: Das ist glaube ich da bin ich ziemlich breit aufgestellt und trainiere eigentlich von allem so ein bisschen.

00:42:33: Ja, weil es ist jetzt schon so immer und jetzt ist es dein Vollzeitjob dann ist natürlich was anderes.

00:42:38: aber wenn du davor noch eine andere Arbeit, vierzig Stunden die Woche plus Familie plus Training, da geht's ja einfach nicht dass du dann am Feierabend nochmal sechs Stunden nach Stradl sitzt.

00:42:48: Da ist irgendwann die Zeit vorbei.

00:42:50: Ja, also im Nachgang muss ich halt auch ganz oft feststellen dass ich mich frage wie ich das gemacht habe.

00:42:55: Zumal ich ja für mich mittlerweile auch so ein bisschen die Prämisse hab.

00:42:57: ich versuche wirklich alle meine Einheiten draußen zu fahren und nicht auf der Rolle.

00:43:00: das heißt ich bin auch... Ich glaube seit zwei Jahren habe ich nicht mehr auf dem Indoor Trainer gesessen.

00:43:03: ich fahre wirklich alles draussen.

00:43:05: Ich liege es draußen zufahren berühmt und wetter Und das ist natürlich auch für die Rennen die ich teilweise fahra auch extrem wichtig auch mal zu sagen okay ich fahr auch mal in den Schnee draußen rum oder im Regen Und ich liebe das Fahrradfahren einfach.

00:43:18: Also, Fahrrad fahren ist für mich das Erlebnis draußen in der freien Natur oder der freie Wildbahn und dementsprechend ist es für mich auch immer so dass wenn ich aufs Rad steige und egal was ich für ein Training habe, ich super entspannt nach Hause komme und happy bin mit dem was ich da gemacht habe.

00:43:35: Gehen wir mal zum Öztor.

00:43:36: Wann bist du?

00:43:37: Du hast nochmal mitgefahren!

00:43:39: Ich weiß gar nicht, ob ich das hier so offiziell droppen darf.

00:43:42: Aber das erste Mal war vielleicht nicht in dem Jahr acht.

00:43:44: Fragt mich nicht unter welchem Namen, weil ich damals ganz spontan... Der Öztaler Ratmarathon war in der Region oder ich komme eigentlich ursprünglich aus Nordrhein-Westfalen, aus Krefeld.

00:43:56: Und das war damals immer oder glaube ich auch bis heute so die Legende.

00:44:00: also Öztaller musst du im Krefeld einmal gefahren sein weil sonst bist du kein richtiger Ratsportler und da haben alle von mir gesehen... Ich konnte damit einfach gar nichts anfangen!

00:44:07: Ich wusste nicht um was es geht und hin und her und dann war's irgendwann so irgendwie zwei Wochen vor dem Event ist halt ein damaliger Freund auf mich zugekommen und meinte so hey ich kann irgendwie nicht teilnehmen.

00:44:18: hast du Bock an Start zu gehen?

00:44:20: Und dann weiß ich so, ja.

00:44:21: Ich hab mich halt nicht... also ich habe keinen Schallplatz und nichts.

00:44:23: Ja kann's meinen haben!

00:44:24: Und da bin ich halt in so einer Nacht- und Nebelaktion mit einem anderen Kollegen irgendwie hingefahren.

00:44:27: Die haben mich mitgenommen.

00:44:28: Ich durfte damals auch da im Hotel mit übernachten.

00:44:30: Bin jetzt immer eine Ausgabe gegangen und das hat auch komischerweise alles funktioniert mit der Nummerabholung.

00:44:35: Und ich bin dann gestartet und ich wusste halt einfach, ich habe mich nicht vorbereitet.

00:44:39: Ich wusste gar nicht was auf mich zukommt.

00:44:40: Ich fuß okay, ich muss ein paar Berge fahren.

00:44:42: Und die einzige Information, die ich hatte, ok, tibbelt sie auch am Ende ist sehr, sehr lang und wenn du denkst bis oben bist du nicht oben.

00:44:48: Das war das einzige was ich so mitbekommen habe.

00:44:51: Und ich kann mich noch sehr gut erinnern, dass ich damals den allerersten Garmin Edge am Rad hatte... ...das war noch der mit dem Joystick also mit einer Worte.

00:45:00: Das ist schon sehr, sehr lange her!

00:45:02: Also fast zwanzig Jahre inzwischen und das war halt ein unfassbares Erlebnis.

00:45:07: Ich weiß meine Zeit auch dummerweise nicht mehr.

00:45:09: Ich kann es auch nicht großartig nachgucken weil ich den Namen halt nicht mehr weiß.

00:45:14: Das war auf jeden Fall so, es gibt vor mir ein Foto wie ich halt danach auf dieser Wiese liege, wo wir die Helikopter landen.

00:45:20: Da gibt's eine Foto von mir da liege ich halt irgendwie alle vier Reformen gestreckt das Fahrrad neben mir und ich habe wirklich auf der Wiese geschlafen weil ich wirklich sowas von dermaßen hinüber war.

00:45:27: also ich wusste nicht mehr wo oben und unten ist.

00:45:30: aber das hat mich halt so fasziniert dass ich gesagt hab irgendwann will ich halt zurückkommen und das Ding nochmal fahren.

00:45:36: und Es war halt auch immer dieses Ding was gesagt wurde unter sieben Stunden Wieso?

00:45:43: Das ist seit Jahren bei mir im Kopf.

00:45:45: Und ja, ich bin da noch zweimal gefahren, dummerweise zweimal bei wirklich sehr, sehr widrigen Wittererwärmungsbedingungen.

00:45:52: also ich glaube das letzte Mal war es zwei tausend siebzehn wenn ich es richtig im kopf habe, da hat's auch wirklich ein katastrophales wetter gehabt.

00:46:00: und naja dann war halt das große ziel für letztes Jahr zu sagen Ich komme zurück Dann auch mit dem neuen etch Also sprich nicht mehr mit Joystick sondern

00:46:08: hoffentlich

00:46:10: neuntausendfünfziger.

00:46:13: Und ja, dummerweise bin ich dann in der Nacht oder an einem Tag vor dem Rennen krank geworden in Sölden.

00:46:18: Hat einen Magen-Darm-Infekt und musste mir dann das Rennen leider vom Strecken rein angucken.

00:46:24: Aber wärst du so fit gewesen, dass du glaubst, es ist die sieben Stunden?

00:46:30: Ja, also ich sag mal hätte wenn und aber zählt halt im Radsport nicht.

00:46:34: Das ist glaube ich allen klar.

00:46:36: Ich würde von mir behaupten dass sich sehr gut vorbereitet war.

00:46:38: wir haben sehr viel dafür gemacht Und ich hatte das gefühlt dass ich mit einer sehr guten form nach sollten gekommen bin.

00:46:44: Die bedingungen an dem tag wie man gesehen hat waren auch excellent gut Aber du weißt es halt nie, also das ist ein Projekt für mich wo ich weiß.

00:46:51: Das ist mehr als Messerschneider.

00:46:53: Also ich habe mit... ...fünfundsebzig Uhr natürlich auch einen Gewicht was sich damit über die Berge schleppen muss und das Niveau mittlerweile oben an der Spitze mit Daniel und Jack und Co.

00:47:03: ist natürlich extrem hoch und dementsprechend muss es für mich.

00:47:07: Ich weiß halt dass ich den perfekten Tag die perfekte Bedingungen etc.

00:47:11: haben muss um das all umzusetzen.

00:47:13: und das ist absolut nicht klar dass das machbar ist.

00:47:17: Aber ich habe schon den Glauben daran, das zu schaffen und werde halt irgendwann sehen ob ich das mal hinkriege oder nicht.

00:47:24: Irgendwann werden wir sehen.

00:47:24: es kann sein dass das nie passiert dann ist auch okay aber so... Ich würde zum Beispiel auch ich bin ganz oft angesprochen worden ja was wäre denn wichtiger eine gute Platzierung oder halt dieses Sub-Seven?

00:47:35: Und ich hab immer gesagt so warum auch immer?

00:47:37: das ist mir von klein auf eingebleut worden dieses Sub Seven dann die Legendenstatus Ja, dafür muss natürlich dann wirklich alles perfekt sein.

00:47:46: Das weiß ich auch und dementsprechend das ist kein Selbstläufer absolut nicht.

00:47:51: Wurde du zwei siebzehn mitgefahren bist?

00:47:52: Was wurde ungefähr für Zeit?

00:47:54: Hast du es nur zurück in den Kopf?

00:47:56: Ich glaube sieben Stunden einundzwanzig wenn ich's richtig weiss.

00:48:01: Also war schon wieder neun Jahre her an der Pfeil.

00:48:05: Aus heutiger Sicht würde man sagen wann ist Low Carb gefahren?

00:48:08: Mit reifen Luftdruck und Felgen bremsen!

00:48:13: Man könnte sagen, ich bin schon fast ein Dino.

00:48:15: was den Rollzahlrat machen und angehen.

00:48:16: werden wir das mal so betrachtet.

00:48:19: Aber ich habe da glaube ich auch so jede Phase irgendwie mitgemacht.

00:48:22: und ja ich bin sehr gespannt was jetzt die neuen Trainingswissenschaften und Equipment-Geschichten jetzt noch mal verändert haben, um zu sagen okay ich will die Zeit, die ich da stehen habe als Bestzeit nochmal verbessern.

00:48:35: Kann auch am Ende sein dass es schlechter wird.

00:48:37: das kann auch passieren aber ich bin auf jeden Fall sehr gespannt und hab einfach aus diesem Grund unglaublich Bock auf dieses Projekt.

00:48:46: Wie schwierig ist jetzt zum Beispiel so ein Öztoler wenn du normalerweise eben wie wir gerade gesprochen haben alle anderen Rennen fährst Badlands usw.

00:48:54: Das ist ja schon ganz anders vom Ja vom Output her.

00:48:59: Du hast davor gesagt, deine Zweihundertzwanzig Watt durchtreten.

00:49:02: Wenn du jetzt beim Öztoler fährst dann bist nicht unter die sieben Stunden.

00:49:08: Es ist tatsächlich so dass das also ich weiß auch Tanz auf vielen Baustellen ist, wo ich mit meinem Trainer Lukas natürlich auch sehr viel experimentiere und natürlich auch immer hoffe dass es sich ausgeht.

00:49:22: Beispielsweise ist für mich so dieses Ding Ich würde doch ganz gerne irgendwann Silk Road nochmal fahren um da auch noch mal erfolgreich irgendwie abzuschneiden.

00:49:30: aber das ist halt irgendwie.

00:49:31: das Ziel ist gute drei Wochen ungefähr vor dem Öztaler und da weiß ich halt wenn ich da sieben Tage am absoluten Limit auf dreitausend Metern höre durch die Gegentage Dann habe ich vielleicht ganz gute Blutwerte, aber der Rest ist absolut am Schrott, könnte man so sagen.

00:49:45: Da muss sich schon diese Saisonplanung gut darauf auslegen.

00:49:50: Ich hab dieses Jahr ein sehr großes Projekt im Juni, wo ich mir danach auch definitiv Ruhe gönnen muss um dann für den Öztaler dann auch wieder rechtzeitig ins Training einsteigen zu können.

00:50:00: Aber das ist natürlich ein Drahtzeitag, muss man ganz klar sagen ja!

00:50:04: Aber du fährst heuer mit?

00:50:05: Definitiv ja und das Spannende an dieser Austragung wird sein, dass ich nicht alleine komme.

00:50:12: Ich habe meinen kleinen Bruder im Gepäck der wie gesagt selbst Adrian jetzt auch in den Sportbereichen unterwegs ist und wir werden da zusammen mit Garmin kommen und für ihn ist es so dieses Ziel.

00:50:22: er will den Öztalaratmarathons schaffen Und wir werden zusammen an den Start gehen.

00:50:27: Jeder von uns beiden hat seinen Ziel, aber ich bin unglaublich stolz drauf... ...dass sich mit meinem Bruder zusammen an der Startlinie stehen kann und das ist das allererste Mal, dass es in unserem Leben der Fall sein wird.

00:50:37: Wir hatten letztes Jahr schon ein unfassbar schönes Wochenende auch mit dem Social-Written abgesehen davon, wenn du mal krank geworden bist.

00:50:44: Aber die ganze Garmin-Familie, das ist einfach immer sehr, sehr schön und sollten immer eine Reise wert.

00:50:50: Von da an muss ich sagen freue mich unglaublich schon auf Ja, auf den kommenden Ötztaler Ratenmaton.

00:50:56: Und wir sind da auch aktuell so ein bisschen in der Planung was wir dann natürlich noch fort machen bezüglich Ride Out am Tag vorher was wir letztes Jahr schon gemacht haben und das Ganze noch so ein bissel auszubauen.

00:51:07: Es ist einfach schön dann auch so einen Partner wie Gami an der Seite zu haben weil die Jungs und Mädels sind unglaublich kreativ dort.

00:51:13: Haben wirklich immer Bock auf dieses Projekt.

00:51:15: Wir haben letztes jahr beispielsweise ziemlich coole T-Shirts bekommen mit einem Slogan drauf und du merkst halt einfach dass es ein ganz besonderer Tag.

00:51:23: Ja, komplett.

00:51:25: Wusste ich es von der Zeit her für deinem Bruder das Ziel?

00:51:28: Hat dir irgendeine Zeit?

00:51:30: Es ist ja mal so.

00:51:31: ein guter Kollege von ihm ist mit zehn Stunden dreißig glaube ich letztes Jahr unterwegs gewesen und er startet dieses Jahr auch.

00:51:37: Und wir hatten letztes jahr der war dann auch zu dem Garmin Ride hat er sich angemeldet und dann stand der Kollege Von ihm da und haben uns ein bisschen ausgetauscht.

00:51:44: Dann sagt er nur so ja dass wäre das erste Mal dass er im Öztaler mitfährt und er werden seinem Leben noch nie einen Alpenpass vorher gefahren.

00:51:54: Du bist noch niemals eine Alpenpass gefahren und fährst morgen den Öztalaratmarathon.

00:51:57: Und da habe ich so für mich im Kopf vor Augen gehabt, das schafft er nicht.

00:52:01: Das ist unmachbar!

00:52:04: Aber er ist am Ende zehn Stunden dreißig gefahren... ...und da muss ich sagen, da ziehe ich den Hut vor.

00:52:09: Auch in Bezug auf meinen Bruder ist es so... Das witzige ist, als ich ja damals mit Radsport angefangen habe.

00:52:14: Da gab es das alles nicht so dieses okay.

00:52:16: wir fragen jetzt irgendwie die KI wie viel Carps sich nehmen muss oder welchen Reifen Luft und Positionen, wo du bist einfach gefahren.

00:52:23: Und ich merke das bei meinem Bruder dass halt natürlich diese Wissenschaft natürlich inzwischen einfach viel weiter ist.

00:52:28: mit den Trainer trainieren etc... habe ich auch mittlerweile so für mich die Einstellung, dass wenn er sich halt auch an seine Werte hält, die er sich vornimmt.

00:52:38: Dass er da schon auch das Ziel definitiv erreichen kann und dass auch in der vernünftigen Zeit fahren kann irgendwie so um die zehn, elf Stunden Roundabout ist natürlich jetzt davon abhängig wie weit er jetzt fit wird bis dahin.

00:52:52: Ich glaube schon, dass er das schafft.

00:52:53: Er ist fleißig am Trainieren hat auch richtig Bock drauf und ich bin auf jeden Fall sehr gespannt auf dieses Projekt.

00:53:00: Das ist natürlich cool, wenn man das mit dem Bruder an der Startlinie stehen kann.

00:53:03: Ja was

00:53:04: würdest du?

00:53:05: Das ist für mich ein absolut emotionales Projekt muss ich ganz klar sagen.

00:53:08: also nicht nur dass er dabei ist sondern dass wir das halt auch die Chance von Garmin halt zu bekommen da ein cooles Projekt auszumachen.

00:53:15: Muss ich sagen es eines der absoluten Highlights dieses Jahr.

00:53:19: Was sind sonst so deine Ziele?

00:53:23: Ich steige jetzt am... Donnerstag steige ich jetzt in Flieger, fliege nach Mallorca.

00:53:27: Für Mallorka-Dranar-Zwölf war es für mich so das erste wichtige Rennen des Jahres ist wo auch sehr viel Lust drauf habe, sprich Straßenrennen.

00:53:36: und dann werde ich wahrscheinlich die Tour die Weite in Amerika fahren also von Kanada nach Mexiko, viertausend fünfund Kilometer durch Amerika durch genau.

00:53:45: und dann werd' ich mir ein bisschen Ruhe gönnen um mich auf einen Estalaratmarathon vorzubereiten und vielleicht gegen Ende des Jahres nochmal nach Chile zum Across Andes zu fliegen.

00:53:54: die Main-Projekte, die ich eigentlich so dieses Jahr mir vorgenommen habe.

00:54:00: Aber es ist halt immer so, es kommt anders wie man denkt von da an... Das ist die Erfahrung, die Ich so ein bisschen in den letzten Jahren gemacht hab.

00:54:05: Es wird am Ende des Jahres jetzt du dich hin und stellst fest okay So wie du die Rennplanung oder der neue Saisonplanung halt vorgenommen hast, das ist am Ende wieder doch ganz anders gekommen Von da an.. Ich bin sehr gespannt was da auf mich zukommt.

00:54:19: Sehr cool Zeb!

00:54:20: Vielen vielen Dank.

00:54:22: Ja Das ist einfach beeindruckend, wie du das alles machst.

00:54:28: Diese ultra-langen Distanzen und ja... Das ist für mich unvorstellbar, wie man das schaffen kann, vor allem mental.

00:54:36: Und ich glaube, du hast einen super Weg gefunden, für die es alles einzuordnen mit Risikosicherheit usw.

00:54:43: Danke dass du das so offen erzählt hast!

00:54:46: Sehr gerne und wie gesagt das Ziel ist es für mich halt wirklich die Leute draußen zu inspirieren.

00:54:51: Es geht nicht darum, dass du jetzt beim Öztaler oder beim Silk Road irgendeine krasse Zeit oder Ergebnis fährst sondern einfach so dieses... setz dich auf dein Fahrrad, fahr los und guck was bei hier rumkommt, fahre mal irgendwie so lange wie du möchtest und erleb das einfach für dich genießt es für dich und macht das Beste daraus.

00:55:07: ich glaube dann hat man schon das meiste gewonnen was man gewinnen kann.

00:55:12: Ja ja, kann ich nur zustimmen selbst.

00:55:14: vielen Dank!

00:55:15: Sehr gerne und dann sehen wir uns spätestens zum Erzähleratmarathon.

00:55:18: Ja genau, an der Startlinie.

00:55:20: Weil die gleiche Zeit wie du werde ich nicht fahren!

00:55:24: Vielen Dank euch und bis dahin.

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